Es gibt viele Garnelen, die als „Aka-Ebi“ bezeichnet werden. Der gebräuchliche Name für diese Garnele ist „Argentinische Rotgarnele (Aka-Ebi)“. Sie lebt hauptsächlich in den flachen Gewässern des Atlantischen Ozeans vor der Südküste Argentiniens und bildet manchmal riesige Schwärme. Daher kann sie mit Netzen in großen Mengen gefangen werden, wodurch die Fangkosten relativ gering sind. Diese Art wächst im Vergleich zu anderen Garnelen relativ schnell, doch ihr Preis ist in den letzten Jahren aufgrund der Verknappung der Bestände stark gestiegen.
Zu den bekannten importierten Tiefkühlgarnelen gehören die Black-Tiger-Garnele und die Weißfußgarnele. Diese werden jedoch in Südostasien gezüchtet, während die Aka-Ebi wild gefangen wird. Um die Frische zu bewahren, werden die für Sashimi und Sushi bestimmten Garnelen bereits an Bord ausgewählt und schockgefroren. Die Aka-Ebi ist auch für ihre leuchtend rote, an gekochte Garnelen erinnernde Farbe bekannt, obwohl sie nicht gekocht wurde. Diese Färbung stammt von roten Carotinoiden, und die Aka-Ebi enthält etwa doppelt so viel davon wie die Black-Tiger-Garnele.
Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde sie in Sushi-Restaurants mit Laufband unter dem Namen „Botan-Ebi“ angeboten. Um es freundlich auszudrücken, handelte es sich dabei um einen Ersatz. Offen gesagt war dies jedoch eine falsche Kennzeichnung und sogar Betrug. Verbraucher neigen dazu, „Botan-Ebi“ für eine luxuriösere Garnele zu halten. Man könnte daher meinen, dass eine Umbenennung in „Aka-Ebi“ die Garnele weniger attraktiv machen würde. Doch da sie so gut schmeckt, sind die Verkaufszahlen stattdessen gestiegen. In Argentinien werden jährlich etwa 200.000 Tonnen gefangen, von denen etwa 20.000 Tonnen nach Japan exportiert werden.
Das Fleisch der Aka-Ebi ähnelt dem von Ama-Ebi und Botan-Ebi aus der Familie der Pandalidae. Es ist zart und hat einen süßen Geschmack. Auch die leuchtend rote Farbe regt den Appetit an. Ehrlich gesagt würde man den Unterschied wahrscheinlich gar nicht bemerken, wenn man gesagt bekäme, dass es sich um Botan-Ebi handelt. Bei der Zubereitung von Nigiri-Sushi kann man sie wie Botan-Ebi roh essen, doch die durch leichtes Anbraten entstehende Textur hebt den Geschmack auf ein neues Niveau.
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