Die Kaki (japanische Auster, Magallana gigas) ist in Japan sowie auf der koreanischen Halbinsel und in China weit verbreitet. Ihre Schalenlänge beträgt etwa 5 bis 8 cm. Da sie sich an Felsen oder Riffen festsetzt, ist ihre Form sehr variabel; meist ist sie jedoch unregelmäßig länglich und dreieckig. Die Saison dauert vom Herbst bis zum Winter, wenn der Glykogengehalt am höchsten ist und der Geschmack besonders intensiv wird.
Die Hauptanbaugebiete sind die Präfekturen Hiroshima, Miyagi und Iwate, wobei Größe und Farbe je nach Region variieren. Die in Hiroshima gezüchteten Austern sind groß und milchig-weiß, während diejenigen aus Miyagi und Iwate mittelgroß und bläulich-schwarz sind.
In vielen Ländern ist es üblich, rohe Austern einfach mit Zitronensaft zu beträufeln und sie so zu essen; manchmal trinkt man sogar die in der Schale verbleibende Flüssigkeit. Wenn rohe Austern jedoch in Gunkan-Maki oder Nigiri-Sushi verwendet werden, dringt die aus dem Fleisch austretende Flüssigkeit schnell in den mit Essig gewürzten Reis und das Nori-Seegras ein und stört so das Gleichgewicht von Textur und Geschmack. Daher ist es bei der Verwendung als Sushi-Topping üblich, sie zunächst durch leichtes Garen in Sake oder Sojasauce vorzubereiten oder die Kobujime-Methode (Kombu-Pökeln) anzuwenden, um Umami hervorzuheben und gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen.
Auf diese Weise zubereitete Austern zeichnen sich durch eine glatte, seidige Textur und einen reichhaltigen, ausgeprägten Umami-Geschmack aus. Diese Technik erfordert ein behutsames Formen des Sushis, um das feuchtigkeitsreiche Fleisch nicht zu zerdrücken, was sie zu einem wahren Beweis für das Können eines Sushi-Kochs macht.
Obwohl Austern ursprünglich kein traditioneller Belag für Edomae-Sushi waren, wurden sie erst in jüngerer Zeit als Zutat übernommen, da sich die Verfügbarkeit der Zutaten erweitert und die Produktionstechniken verbessert haben. Austern tauchten erstmals in der späten Showa-Zeit in auf Edomae-Sushi spezialisierten Restaurants auf und wurden nach und nach Teil eines breiteren Trends, eine größere Vielfalt an Meeresfrüchten über die traditionellen Sushi-Toppings hinaus zu integrieren.
(Überarbeitungsdatum: 16. Juni 2026)
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