Thunfisch wird je nach Fettgehalt und Konsistenz des Fleisches in „Toro“ und „Akami“ (mageres rotes Fleisch) unterteilt. „Toro“ bezeichnet die fettreichen Stücke aus dem Bauchbereich, während „Akami“ die magereren Stücke bezeichnet, die hauptsächlich aus dem Rücken stammen.
Obwohl Akami fettarm ist, ist es reich an Proteinen und Umami-Verbindungen, was ihm einen tiefen und komplexen Geschmack verleiht. Hochwertiges Akami zeichnet sich durch eine feine Textur, eine elegante Säure, eine subtile Süße und ein reichhaltiges Aroma aus. In Sushi wird es oft schlicht als Nigiri oder als „Zuke“, also in Sojasauce mariniert, serviert.
Unter Thunfischkennern bevorzugen viele gut gereiftes Akami gegenüber Toro. Während des Reifungsprozesses nimmt das Fleisch durch Veränderungen im Myoglobin allmählich eine dunklere, rötliche Farbe an, was jedoch keinen Qualitätsverlust bedeutet. Im Gegenteil: Umami und Aroma intensivieren sich, und mit jedem Bissen entfaltet sich ein noch tieferer Geschmack.
Anstatt unmittelbar nach dem Fang verzehrt zu werden, entfaltet Thunfisch die besten Eigenschaften seines Akamis erst durch eine sorgfältige Reifung. Insbesondere große Exemplare können bei längerer Reifung ein besonders tiefes Umami entwickeln.
Darüber hinaus variieren Geschmack und Textur des Akamis je nach Thunfischart. Großaugenthun ist zart und mild, während Gelbflossenthun leicht und angenehm erfrischend wirkt. Der südliche Blauflossenthun bietet eine ausgewogene Balance aus Süße und Säure, während der Blauflossenthun für sein intensives Umami und sein unverwechselbares Aroma bekannt ist. Die Kunst eines Sushi-Kochs liegt darin, die einzigartigen Eigenschaften jeder Art zu verstehen und sie auf die ansprechendste Weise zur Geltung zu bringen.