Wildlebende Populationen der Regenbogenforelle weisen innerhalb derselben Art unterschiedliche Lebensstrategien auf. Individuen, die vom Süßwasser ins Meer wandern, um dort zu wachsen, bevor sie zum Laichen in die Flüsse zurückkehren, werden als Stahlkopfforellen bezeichnet. Im Gegensatz dazu werden diejenigen, die während ihres gesamten Lebenszyklus in Süßwasserlebensräumen wie Flüssen und Seen verbleiben, allgemein als Regenbogenforellen bezeichnet.
Die Stahlkopfforelle stellt somit die anadrome Form der Regenbogenforelle dar. Sie ist keine eigenständige Art, sondern vielmehr eine ökologische Variante derselben Art, die sich durch eine an unterschiedliche Umweltbedingungen angepasste Lebensstrategie auszeichnet.
Wilde Regenbogenforellen kommen nur in begrenzten Gebieten wie den Flüssen Hokkaidos vor und sind auf dem allgemeinen Markt selten zu finden. Sie besitzen das für Süßwasserfische charakteristische, mäßig fettige und süßliche Fleisch, was sie zu einer geschätzten Sushi-Zutat macht. Allerdings habe ich noch nie von einem Sushi-Restaurant in Tokio gehört, das wilde Regenbogenforellen anbietet. Ebenso ist es üblich, dass viele Sushi-Restaurants darauf verzichten, Regenbogenforellen aus Land- oder Meereszucht zu verwenden.