Der Lanzen-Tintenfisch (Yari ika), auch als „Winter-Tintenfisch“ bekannt, erreicht seinen geschmacklichen Höhepunkt im Winter, kurz vor der Laichzeit im Frühjahr. Nach dem Aufschneiden weist das Fleisch eine zart durchscheinende Weiße auf, und seine elegante Erscheinung gehört zu seinen besonderen Reizen. Da es eine angenehme, moderate Bissfestigkeit besitzt, setzen Sushi-Köche feine Kakushi-bōchō-Schnitte entlang der Faserrichtung, um die Textur zu verfeinern und seine feine Süße hervorzuheben.
Darüber hinaus gilt Inrōzume – leicht gekochter Lanzen-Tintenfisch, gefüllt mit Sushi-Reis – als eine der traditionellen Techniken, die im Edomae-Sushi überliefert werden.
Neben dem rohen Genuss als Sashimi oder Sushi-Belag ist der Lanzen-Tintenfisch auch als Ika-Sōmen beliebt, bei dem er in dünne, nudelartige Streifen geschnitten wird. Da das Fleisch auch nach dem Garen zart bleibt und seine Süße stärker hervortritt, eignet er sich zudem hervorragend zum Grillen oder Trocknen.
Tintenfische gelten im Allgemeinen als weniger begehrt, wenn sich die Laichzeit nähert, da die im Fleisch gespeicherten Nährstoffe in die sich entwickelnden Eier umgeleitet werden. In einigen Sushi-Restaurants werden jedoch mit Eiern gefüllte Lanzen-Tintenfische gekocht und als Begleitung zu Sake serviert, sodass die Gäste ihren reichhaltigen Umami-Geschmack genießen können.
(Aktualisiert am 11. Juni 2026)