Muschelarten (KAIRUI)

Bild von Sushi mit Kamm-Steckmuschel
Kamm-Steckmuschel (Tairagi)

Kamm-Steckmuschel (Tairagi)

Die Kamm-Steckmuschel (Atrina pectinata japonica), in Japan als „Tairagi“ bekannt, kommt in den warmen Gewässern des westlichen Pazifiks vor, darunter an den Küsten Japans vom südlichen Hokkaido bis nach Kyushu sowie auf der koreanischen Halbinsel, in China und auf Taiwan. Sie besiedelt sandig-schlammige Meeresböden in Tiefen von etwa 5 bis 50 Metern. Tairagi erreicht in der Regel eine Schalenlänge von 20 bis 30 cm, wobei große Exemplare über 40 cm lang werden, was sie zu einer der größten Muschelarten Japans macht. Ihre Schale ist länglich und dreieckig, mit einer schwarzbraunen Außenseite und einer silbrig-weißen, perlmuttartigen Innenseite.

Schneidet man den Schließmuskel der Tairagi auf, zeigt die Schnittfläche feine Unebenheiten und eine faserige Struktur. Diese charakteristische Textur gilt als Merkmal frischer Tairagi. Beim Verzehr bietet sie einen knackigen, angenehmen Biss, begleitet von einem dezenten Meeresaroma, einer eleganten Süße und einer leichten Adstringenz, die am Gaumen nachklingt. So entfaltet sich der komplexe, für Tairagi typische Geschmack besonders gut.

Als Sushi serviert kommt der unverwechselbare, vielschichtige Geschmack der Tairagi besonders gut zur Geltung. Dicke Scheiben, die leicht angebraten werden, entwickeln zusätzlich ein feines Röstaroma und lassen die natürliche Süße noch intensiver hervortreten. Zwar harmoniert Tairagi hervorragend mit Sojasauce und Wasabi, doch auch mit etwas Salz oder einem Spritzer Zitrone lässt sich ein anderes, ebenso reizvolles Geschmackserlebnis genießen. Im Gegensatz dazu gilt der Mantel als weniger geschätzt als der der Jakobsmuschel und wird daher nur selten als Sushi-Belag verwendet.

In den letzten Jahren sind die Fänge der Tairagi in Japan zurückgegangen, sodass importierte Produkte, insbesondere aus Südkorea, zunehmend auf den Markt gelangen. Im Vergleich zu in Japan gefangener Tairagi weist koreanische Tairagi häufig einen helleren Schließmuskel auf, und ihre Textur ist tendenziell etwas weicher.

Obwohl die offizielle japanische Bezeichnung „Tairagi“ lautet, wird sie in der Gastronomie und bei der Vorstellung von Lebensmitteln gelegentlich auch als „Tairagai“ bezeichnet.

(Überarbeitet am: 16. Juli 2026)

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