Sakura-Garnele (Sakura-ebi) ist eine kleine Garnele, die nur 4 bis 5 Zentimeter lang ist. Tagsüber hält sie sich in Tiefen von 200 bis 300 Metern auf, nachts steigt sie jedoch bis auf eine Tiefe von nur 20 bis 50 Metern unter der Oberfläche auf, um sich von Zooplankton zu ernähren. Zwar kommt sie im Enshu-Meer, in der Sagami-Bucht und in der Bucht von Tokio vor, am häufigsten ist sie jedoch in der Suruga-Bucht anzutreffen. Man nimmt an, dass dies auf das Kalzium und die Nährstoffe zurückzuführen ist, die vom geschmolzenen Schnee des Fuji mitgeführt werden, sowie auf die Topografie der Suruga-Bucht, wo der Meeresboden steil abfällt. Wenn Sakura ebi noch im Meer leben, sind sie farblos und fast durchsichtig, reagieren jedoch äußerst empfindlich auf Licht. Sobald sie gefangen werden, färben sie sich rosa wie Kirschblüten (Sakura), worauf auch ihr Name zurückgeht.
Frische ist das Wichtigste, wenn es um Sakura ebi geht. Nachts gefangene Sakura ebi werden morgens versteigert und sofort versandt. Anschließend werden die Garnelen auf Flussbetten, an Meeresküsten oder auf Feldern ausgebreitet, um auf natürliche Weise in der Sonne getrocknet zu werden. Natürlich im Wind getrocknete Sakura ebi sind in ganz Japan bekannt, doch traditionell werden sie vor Ort roh verzehrt. Da sich die Gefriertechnik in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt hat, sieht man rohe Sakura ebi mittlerweile häufiger in Restaurants in Tokio serviert – ursprünglich aßen die lokalen Fischer sie jedoch auf diese Weise.
Das erste rohe „Sakura-ebi-Gunkan-maki“ (Kriegsschiff-Rolle) wurde in den 1980er Jahren erstmals in einem Sushi-Restaurant in Tokio serviert. Wenn man es in den Mund nimmt, erfüllen seine Süße und der intensive Garnelengeschmack sofort den Gaumen. Die Schale ist weich, sodass das Essen kein Problem darstellt, doch dieser Belag ist sehr eigenwillig, und die Meinungen darüber, ob er gut zu Sushi-Reis passt, gehen auseinander.
Die meisten Sushi-Restaurants mit Laufband servieren gekochte Sakura ebi, was sie zu einer relativ preiswerten Zutat macht. Der Garnelengeschmack ist jedoch nach wie vor recht ausgeprägt. So oder so handelt es sich um eine seltene Sushi-Zutat – sollten Sie also einmal Sakura ebi auf der Speisekarte sehen, probieren Sie sie unbedingt einmal.
(Aktualisierungsdatum: 3. September 2026)
Suruga-Bucht
Ende März bis Anfang Juni, Ende Oktober bis Ende Dezember