Einige Regenbogenforellen wandern in Flussmündungen oder ins Meer. Wie andere Lachsfische wandern sie ins Meer und kehren anschließend flussaufwärts in die Flüsse zurück, um zu laichen. Diese anadrome Form wird als „Steelhead“ bezeichnet. Ausgewachsene Tiere erreichen in der Regel eine Länge von 60–80 cm, wobei auch große Exemplare mit einer Länge von über 1 m beobachtet wurden. Im Meer reicht die Färbung ihres Rückens von bläulich-grün bis bläulich-schwarz, während ihre Seiten und ihr Bauch silberweiß sind. Auf dem Rücken, den Seiten, der Rückenflosse und der Schwanzflosse sind schwarze Flecken zu erkennen. Zudem kann entlang der Seiten ein blassrosa bis rötliches Band auftreten. Da die Oberseite ihres Kopfes schwärzlich wird, werden sie in Japan „Tettou“ oder „Tetsu“ genannt.
In den Vereinigten Staaten und Kanada sind Steelheads vor allem als Zielart für das Freizeitangeln bekannt und im pazifischen Nordwesten besonders beliebte Sportfische. Es gibt jedoch keine groß angelegte kommerzielle Fischerei, die speziell auf Steelheads ausgerichtet ist; wenn sie kommerziell gefangen werden, fallen sie hauptsächlich als Beifang in Fischereien an, die auf Lachs und andere Arten abzielen. Darüber hinaus wird zum Schutz der Fischbestände in vielen Regionen das „Catch-and-Release“-Angeln praktiziert, sodass Steelheads nicht unbedingt für den menschlichen Verzehr in den Handel gelangen. In einigen Regionen werden sie jedoch verzehrt und in Gerichten wie Sushi und Sashimi verwendet.
In Japan hingegen ist die Regenbogenforelle eine eingeführte Art und wird im Allgemeinen in ihrer landgebundenen Süßwasserform gezüchtet und genutzt. In Hokkaido wurde ausnahmsweise auch eine anadrome Form der Regenbogenforelle nachgewiesen, die dem nordamerikanischen Steelhead entspricht. In der Festnetzfischerei auf Sachalin-Rosa-Lachs und Ket-Lachs entlang der Küste des Ochotskischen Meeres werden Berichten zufolge jedes Jahr einige wenige Exemplare, bei denen es sich vermutlich um Steelheads handelt, als Beifang gefangen. Es gibt jedoch keine dokumentierten Belege für die genauen Wanderrouten oder die Seen und Flüsse, aus denen diese Exemplare stammten, bevor sie ins Meer wanderten, und die Population anadromer Regenbogenforellen in Hokkaido gilt als äußerst klein.
Vor diesem Hintergrund sind die Möglichkeiten, in Japan Steelhead zu genießen, äußerst begrenzt. Dennoch wird er gelegentlich in gehobenen Sushi-Restaurants in Sapporo serviert, die mit Lachsarten wie Himemasu, Masunosuke und Keiji vertraut sind. Da Steelhead in Japan jedoch äußerst selten angeboten wird, lässt sich sein Geschmack derzeit nur schwer genau beurteilen. Geschmacklich zeichnet er sich durch ein elegantes, nicht aufdringliches Fett aus. Zudem wurden auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des Toyosu-Marktes Beiträge über das Eintreffen von Steelhead veröffentlicht, was bestätigt, dass Steelhead zwar äußerst selten, aber dennoch gelegentlich auf den Markt gelangt.
(Überarbeitungsdatum: 20. August 2026)
Hokkaido
Spätsommer-Herbst