„Tsubugai“ ist ein Sammelbegriff für mehrere Arten von Meeresschnecken, die in Hokkaido und der Region Tohoku sehr beliebt sind. Unter ihnen ist die Ezo-Bora (auch bekannt als Ezo-Bora-Modoki) eine hochwertige Sushi-Zutat, die sich durch ihr cremefarbenes Fleisch und ihre ausgeprägte Süße auszeichnet. Auf dem Toyosu-Markt ist sie auch unter dem Namen „Matsubu“ bekannt.
Beim Hineinbeißen hat man eine angenehm knackige Konsistenz. Beim Kauen entfalten sich am Gaumen allmählich eine subtile Bitterkeit ohne unangenehmen Nachgeschmack und eine zarte Süße. Der besondere Reiz liegt darin, dass man die natürliche Salzigkeit und den Charakter von Meeresfrüchten auf ganz eigene Weise genießen kann, was diese Muschel von anderen Sorten unterscheidet.
Andererseits sind einige Sushi-Köche in der Kanto-Region der Meinung, dass sie sich aufgrund ihrer charakteristischen Konsistenz „besser als Vorspeise als für Nigiri-Sushi eignet“. Daher gehen die Meinungen unter den Köchen auseinander: Einige verwenden sie für Nigiri, während andere darauf verzichten.
Obwohl Tsubugai in der Regel roh verzehrt wird, schmeckt sie auch gekocht köstlich und wird dabei nicht zäh. In Hokkaido ist „Tsubuyaki“ – gegrilltes und mit Sojasauce gewürztes Tsubugai – ein beliebtes lokales Gericht und ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das Garen das natürliche Umami der Muschel hervorheben kann.
Allerdings enthalten einige Tsubugai-Arten in ihren Speicheldrüsen ein Gift namens Tetramin. Eine versehentliche Aufnahme kann zu Vergiftungserscheinungen wie Schwindel und Sehstörungen führen. Wenn Sie Tsubugai selbst zubereiten, müssen Sie daher sehr sorgfältig darauf achten, die Speicheldrüsen vollständig zu entfernen.
(Überarbeitungsdatum: 13. August 2026)
Hokkaido Iwate
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