In Hokkaido ist der Bafun-Seeigel (Bafun uni, Strongylocentrotus intermedius) das Hauptfangziel der Fischereiindustrie und wird unter Fischern sowie auf Fischmärkten manchmal als „Bafun uni“, „Gaze“, „Ganze“ oder „Aka“ bezeichnet. Wenn Menschen in Hokkaido daher von „Bafun uni“ sprechen, meinen sie in der Regel den Ezobafun-Uni.
Andererseits wird die Art mit dem ursprünglichen japanischen Standardnamen Bafun uni (Hemicentrotus pulcherrimus) gelegentlich auch in kleinen Mengen rund um Hokkaido gefangen, weshalb die Namen der beiden Arten häufig verwechselt werden.
Heute ist ein Großteil dessen, was in Restaurants und Sushi-Bars als „Bafun uni“ serviert wird, tatsächlich Ezobafun-Uni aus Hokkaido. Selbst auf Großmärkten wie dem Toyosu-Markt und innerhalb der Sushi-Branche wird in den Produktbezeichnungen häufig nicht zwischen „Bafun uni“ und „Ezobafun-Uni“ unterschieden. Daher handelt es sich bei einem Großteil des in gehobenen Sushi-Restaurants hochgeschätzten Bafun uni tatsächlich um Ezobafun-Uni aus Hokkaido.
Der eigentliche Bafun uni hat, ähnlich wie Murasaki uni, ein geringes Produktionsvolumen und eine begrenzte Verbreitung, sodass er hauptsächlich in der Nähe seiner Fanggebiete verzehrt wird. Er wird nicht nur roh gegessen, sondern häufig auch zu gesalzenem Seeigel (Shiouni) oder Seeigelpulver (Konauni) verarbeitet. Neben heimischen Produkten sind auch Importe aus Südkorea und China auf dem Markt erhältlich.
Der Name „Bafun uni“ stammt daher, dass seine Schale sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Farbe an Pferdemist erinnert.
(Aktualisiert am 26. Juni 2026)
Fukui Ishikawa Yamaguchi Fukuoka
Frühling